Final Destination 2

Ich weiß noch wie ich damals aus dem Kino gestolpert bin. Bis dato hatte mich kein Film so übel geschockt wie Final Destination 2. Dabei ist er nicht wirklich gruselig, sondern extrem spannend und voller kranker Ideen. Beim zuschauen wird man als passiver Beobachter beinah noch paranoider als die Protagonisten des Films selber.
Wer die Geschichte nicht kennt, hier die Kurzform: Eine Gruppe von Menschen sollte eigentlich bei einem Autounfall sterben. Der Tod hatte sich das ganze schon alles schön ausgedacht, mit herunterfallenden Baumstämmen auf der Autobahn und einer netten Massenkarambolage. Durch eine Vision dieses Unfalls gewarnt rettet eine Frau ihr Leben und das acht weiterer Menschen. Natürlich kennt der Tod keinen Spaß, wenn man ihm einfach so von der Schippe springt. Also versucht er die restlichen Menschen nun einen nach dem anderen Anderweitig ins Jenseits zu befördern. Zum Beispiel mit herunterfallenden Leitern, explodierenden Mikrowellen oder auch mal einem Fahrstuhl.
Durch dieses Szenario der permanenten Gefahr, von irgendwas aufgespießt, erschlagen oder überrollt zu werden, erschafft der Film eine unglaubliche Spannung. Beim ersten Mal anschauen habe ich in jeder Kleinigkeit eine potenzielle Mordwaffe gesehen. Meistens lag ich jedoch falsch. Die Drehbuchautoren sind halt doch noch ne Nummer verrückter als ich.
Unvergesslich ist die Anfangssequenz auf der Autobahn. Danach hat man erstmal keine Lust mehr Auto zu fahren. Wohl eine der spektakulärsten und blutigsten Autoactionszenen aller Zeiten. Überhaupt geizt der Film nicht mit Blut und makabren Ideen. Ich weiß noch genau wie die überraschten Aufschreie durchs Kino gingen, als Köpfe aufgespießt und abgetrennt wurden. So was habe ich auch in dieser Lautstärke noch nicht im Kino gehört. Könnte auch an den Kinobesuchern gelegen haben.
Jetzt habe ich den Film noch mal auf DVD gesehen und hatte wieder großen Spaß. Vor allen die Extras haben mich köstlich unterhalten. Dort wurde der Film drei Testpersonen vorgeführt und deren Reaktionen per Kamera festgehalten. Zusätzlich hat man ihre Hirnströme, den Blutdruck und die Schweißentwicklung an den Handflächen gemessen. War faszinierend zu sehen, wie die Leute abgegangen sind. Schreie, Flüche, lautes Stöhnen und bei einem Mädchen haben sich sogar alle Muskeln verkrampft. Adrenalinausschüttungen ohne Ende und bei einem Jungen war die Herzfrequenz so hoch, dass die Ärztin ihm empfohlen hat, sich solche Filme nicht mehr anzuschauen. Hammerhart.
Ich freu mich schon auf den bald erscheinenden dritten Teil. Diesmal beginnt das ganze mit einem Achterbahnunfall. Genau das richtige um die Achterbahnpanik mancher Leute noch mehr anzuheizen.
Daum-O-Meter:
Hauptsächlich beim ersten Mal sehen!rüssel - 8. Jan, 20:23
