Mittwoch, 8. Februar 2006

Der natürliche Feind von "Wetten, dass ...?"

Stefan Raab im Stern-Interview:
„Die Show „Wetten, dass ...?“ lebt davon, dass sie keine Feinde hat. Das ist wie mit den Kängurus in Australien. Die werden auch immer mehr, weil keiner da ist, der sie frisst."

Wieder was gelernt.

Quelle: dwdl.de

SAW

Damit ich am Donnerstag beim Filmstart von „Saw II“ weiß was Sache ist, habe ich mir gestern Abend den ersten Teil auf DVD angeschaut.
Die größtenteils überschwänglichen Kritiken haben meine Erwartungen wahrscheinlich ein Stück zu hoch anwachsen lassen.
Ich bin ja sonst nicht so pingelig und kann den ein oder anderen Logikfehler verzeihen, aber bei einem derart konstruierten Film wie „Saw“, der eben von seiner verwinkelten Story lebt, sollte schon alles gut zusammenpassen. Tut es in meinen Augen aber nicht.
Da wachen die beiden gefangenen Männer in einem komplett dunklen Toiletten/Waschraum auf, tasten sich gefühlte fünf Minuten durch das Zimmer, bis einer den Lichtschalter findet und sagen dabei so Sätze wie: „Oh, hier ist es aber dunkel...ich kann gar nichts sehen...Hilfe, Hilfe!“.
Einige Hinweise später sind sie auf der Suche nach einem Kreuz. Denn ein Kreuz markiert den Schatz. Rätsel, rätsel, grübel, grübel ... ach ja ... wir könnten ja mal das Licht ausmachen, vielleicht finden wir ja dann das versteckte Zeichen.
Licht aus. Huch ... was ist das denn für ein riesiges hell leuchtendes Kreuz an der Wand. Das kann man im Dunkeln aber gut erkennen. Wie schön hell das ist. Komisch, dass wir das am Anfang, als wir aufgewacht sind und im DUNKELN durch den Raum getapst sind nicht gesehen haben.
Nach dieser Szene hatte ich keine Lust mehr. Da ist in meinem Kopf das gesamte Storykartenhaus zusammengefallen.

Einige Szenen waren auch extrem uneffektiv zusammen geschnitten. Die Frau mit der umgekehrten Bärenfalle zum Beispiel. Warum wird sie uns erst vorgestellt, um dann in einer Rückblende über ihre Flucht zu berichten? Da weiß man doch sofort, dass sie überlebt und zerstört so jegliche Spannung. Man hätte das auch ohne weiteres umgekehrt zeigen können und dann hätte der Zuschauer richtig mitgefiebert.

Das Ende ist zwar überraschend, aber auch komplett sinnfrei. Zum Glück ist man im ersten Moment total perplex und der Film ist dann auch ratz fatz vorbei. So hat man keine Möglichkeit lange darüber nachzudenken. Und das ist auch mein Tipp für die Leute, die den Film noch nicht gesehen haben: Nicht nachdenken, nichts hinterfragen und nichts erwarten. Mit diesen Vorsätzen werde ich mich in den Kinosaal zum zweiten Teil begeben.

Well, you know...

Guns don't kill people. Kids who play videogames kill people.

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