Samstag, 11. Februar 2006

SAW II


Da saß ich nun. Der Vorhang öffnete sich und die Show konnte beginnen. Und es ging auch gleich mal ordentlich los. Drei Trailer zu den nächsten Horrorshockern heizten die Stimmung an und ließen die ersten Kinobesucher unangenehm zusammenzucken. „The Hills Have Eyes“, „Hostel“ und „Rohtenburg“ sehen alle ziemlich nett und sehr krank aus. Die ersten beiden Trailer kannte ich schon aus dem Internet, aber im Kino wirken sie doch noch eine Nummer heftiger. Vor allem die Szene mit dem Zeh aus „Hostel“ ließ viele Leute aufstöhnen. Die ersten „Rohtenburg“ Kritiken sind ja nicht sonderlich gut ausgefallen, aber der Trailer sah für einen deutschen Film überraschend undeutsch aus. „The Hills Have Eyes“ gefiel mir von allen am besten. Sehr stylisch gemachter Trailer.

Doch nun zum Hauptfilm „SAW II“.
Gleich die erste Szene war, für mich, die heftigste des ganzen Films. Ich will nix verraten, aber genau das, was ich beim ersten Teil bemängelt habe wurde hier perfekt gelöst. Wieder hat jemand eine Maske auf, die seinen Kopf unangenehm deformieren wird, wenn er nicht rechtzeitig den Schlüssel findet und sich befreit. Wie das ganze endet ist ungewiss und so wird die Spannung extrem in die Höhe geschraubt.
Der daraufhin folgende Mittelteil des Films konnte mich jedoch kaum begeistern. Die vom Serienmörder eingesperrte Gruppe von Menschen verhält sich so dumm und unlogisch, dass ich weder Mitleid noch sonst irgendwas für sie empfunden habe. Die beklemmende Stimmung des ersten Teils wurde durch das aufstocken der Opfer und die belanglose Abfolge der Tode komplett zerstört.
Es war interessanter meine Sitznachbarin dabei zu beobachten, wie sie panisch auf ihrem Stuhl rumgerutscht ist und bei dem kleinsten Schock-Effekt einen spitzen Schrei ausgestoßen hat.
Das Ende jedoch verlangte meine volle Aufmerksamkeit auf der Leinwand, denn die Auflösung bietet ein ähnliches „Aha“ Erlebnis wie der erste Teil. Positiv daran war nicht nur der Storytwist sondern auch die Verbindung zum ersten Teil.

Was bleibt ist also ein guter Anfang und ein gutes Ende plus einen recht öden Mittelteil. „SAW II“ ist nicht ganz so krank, wie sein Vorgänger, bietet weniger originelle Todesarten und ist auch insgesamt schlechter als „SAW“. Mal schauen was uns „SAW III“ im nächsten Jahr bringt.

Ich freu mich jetzt erst mal auf die nächste Horrorfortsetzung „Final Destination 3“ und hoffe auf ein gutes Ende der Trilogie.

Oh, und ich habe einen weiteren Beitrag zur langen Liste der Filme mit bekloppten Namensuntertiteln gesehen: "Lord of War - Händler des Todes".

Well, you know...

Guns don't kill people. Kids who play videogames kill people.

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