The Warriors

Bevor ich wieder alles vergesse, schnell ein paar Worte über „The Warriors“.
Als kleinen Happen zwischendurch habe ich mir „The Warriors“ bei der Spielegrotte bestellt. 20€ ist ein guter Preis und das Spiel ist von Rockstar Games, also kann es ja nicht schlecht sein. Ok, über Manhunt kann man sich streiten, aber Rockstar geht eben immer einen Schritt weiter als alle anderen Entwickler und hat mit GTA ja einen Klassiker der Videospielgeschichte geschaffen.
So finde ich mich also im New York der 70iger wieder, welches von einer großen Menge verschiedener Gangs bevölkert ist, die sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. Und das mach ich dann auch exzessiv. Vorausgesetzt ich renne nicht gerade vor einer Übermacht an Gegnern davon. Denn das sind die beiden Hauptelemente des Gameplays. Verfolgungsjagden und Schlägereien. Beides ist von der Bedienung recht simpel gehalten. Es gibt zwei Schlagtasten und eine Taste für Griffe. Diese kann man alle locker mit einander kombinieren und so einige nette Attacken ausführen. Vom einfachen Faustschlag bis zum Knie ins Gesicht rammen oder Kopf gegen die Wand hämmern. Hört sich heftig an und sieht auch sehr unangenehm aus. Der rote Saft fließt in rauen Mengen und Blessuren bleiben den Protagonisten über die Mission hinweg erhalten. Sieht man am Anfang mit seiner roten Weste noch ganz schnieke aus, ist man nach zwei drei Kämpfen meist mit einer ordentlichen Anzahl von Platz- Schnittwunden und Blutergüssen versorgt.
Freunde von Fairplay sollten von diesem Spiel Abstand halten. Wer ungern auf dem Boden liegende Gegner malträtiert, wird nicht weit kommen, denn nur mit unfairen Methoden kann man gegen die Übermacht an Feinden bestehen.

Verfolgungsjagden gibt es in zwei Versionen. Entweder man rennt mit dem Analogstick und muss dann die entsprechende Taste drücken, um über Zäune zu springen und durch Bretterwände zu brechen, oder man hämmert so schnell wie möglich auf die angezeigten Tasten, damit die Figur vor den Verfolgern davonrennt.
Die Missionen an sich sind mit stark unterschiedlichen Zielen versehen, die aber fast immer in einer Schlägerei oder einem Wettrennen enden. Es gibt auch ganz leichte Schleichpassagen, die aber nicht der Rede wert sind.
Endgegner gibt es relativ viele, die aber fast alle durch das Bewerfen mit Flaschen, Dosen, Backsteinen und ähnlichem besiegt werden müssen.
Die Hauptstory hatte ich in knapp 9 Stunden durch, man kann sich aber noch mal genauso lange mit den freigespielten Bonusmissionen beschäftigen. Ein Coop Modus ist für alle Missionen vorhanden.
Die Story ist so lala und konnte weniger begeistern. Synchronsprecher sind aber alle passend gewählt und kommen gut rüber. Wobei mich das ganze auch stark an die Dialoge aus „GTA: San Andreas“ erinnert hat.
Das Spray-Mini-Game sollte auch noch erwähnt werden. Immer wieder muss man das Logo der Warriors an Wände und U-Bahnwaggons sprühen. Dabei muss man mit dem Analogstick eine vorgegebene Linie abfahren. Ähnliche Mini-Spiele gibt es auch für das Schlösser knacken oder Autoradio klauen.
Wer einen netten kleinen Prügelspaß für Zwischendurch möchte und auch gerne mit Freunden zusammenspielt ist bei „The Warriors“ gut beraten. Der große Überflieger ist es aber nicht und ob es die tollste Videospielumsetzung eines Films ist kann ich nicht beurteilen, da ich den Film nicht kenne.
rüssel - 17. Feb, 13:32
