Freitag, 24. Februar 2006

Mux, Charlie, Arnie und der Warlord

Filmtagebuch der letzten Woche:

Muxmäuschenstill

Ein wunderbarer Film, bei dem einem das Lachen des öfteren im Hals stecken bleibt.
Mux ist auf einem Feldzug gegen das Böse und Negative in unserer Gesellschaft. Autoraser, Schwarzfahrer, Sprayer, bei Rot über die Ampel Geher, Ladendiebe, Hundebesitzer, die ihre Tiere überall hinscheißen lassen, Pädophile, Familienmörder. Alle werden von ihm gejagt, bei ihrer Tat gefilmt und vor Ort bestraft. Sein Erfolg ist beachtlich und schnell hat er ein ganzes Netzwerk an privaten Gesetzeshütern über Deutschland verteilt. Als er jedoch seine große Liebe kennen lernt, beginnt sein Saubermannimage zu bröckeln.
Ein bitterböser Film der einen noch länger verfolgt.

Vergiss mein nicht!

Charlie Kaufmann und seine unglaublich tollen innovativen Drehbücher werden ja gefeiert wie sonst was. Die drei wichtigsten Filme aus seiner Feder habe ich jetzt gesehen. „Being John Malkovich“, „Adaption“ und „Vergiss mein nicht!“. Ersterer war erfrischend verrückt, der Zweite extrem überbewertet.
Der Dritte im Bunde hat mir wiederum ganz gut gefallen. Was hauptsächlich an Jim Carry lag, der diesmal extrem gegen seine normalen Rollen besetzt wurde und mich voll überzeugt hat. Ebenfalls cool waren die optischen Ideen und deren Umsetzung. Was Indie-Liebesfilme angeht, geht aber weiterhin nichts über „Garden State“.

Terminator 3 – Rise of the Machines

Ich hatte schon fast vergessen, was im dritten Teil für ein Actionfeuerwerk abgebrannt wird. Ohne große Pausen explodieren Autos, zersplittern Scheiben, Stürzen ganze Häuser zusammen und wird geballert, was die Rohre hergeben. Dazwischen macht Arnie ein paar coole Sprüche und die Terminator-Geschichte wird sinnvoll weitererzählt und endet überraschend passend. Ganz großes Krawumm-Krach-Boom-Kino.

Lord of War

Die Geschichte des Waffenhändlers Orlov wird in vielen mehr oder weniger gut zusammenhängenden Szenen erzählt. Mir fehlte irgendwie etwas der rote Faden im Film. Was den Film nicht richtig schlecht macht, aber irgendwie einen faden Beigeschmack hinterlässt.
Die Anfangssequenz, in der man den Weg einer Kugel von der Produktion über den Transport bis zum Abschuss in den Kopf eines afrikanischen Kindersoldaten, verfolgt ist eines der immer wieder eingestreuten optischen Highlights, die den Zuschauer bei der Stange halten. Ansonsten wird mehr oder weniger wahllos zwischen verschieden Waffenverkäufen und dem Familienleben des skrupellosen Nicolas Cage hin und her geschnitten.
Die Kritik am Waffenhandel ist zwar in einigen Szenen deutlich zu erkennen, war aber immer irgendwie hübsch verpackt. Ein bisschen zu hübsch wie ich finde.

Well, you know...

Guns don't kill people. Kids who play videogames kill people.

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Zuletzt aktualisiert: 11. Feb, 19:05

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