The Prestige

Während einer Zaubervorführung geschieht ein tragisches Unglück, woraufhin die beiden beteiligten aufstrebenden Magier sich den Rest ihrer Laufbahn trennen und die tollsten Zaubertricks um die Ohren hauen.
Christopher Nolan hat mit Memento einen meiner All-Time Favorites gedreht. Die Filme danach waren alle ganz ok, die Wucht der zeitlich Rückwärts erzählten Geschichte erreichten sie aber nicht.
Jetzt ist er mit seinem neusten Film rund um Zaubertricks, Wahrheit und Lüge, Schein und Sein sowie Liebe und Tod zurück und führt den Zuschauer durch eine ähnlich verworrene Geschichte, wie bei seinem Erstling. Von beginn an muss man sich auf drei Erzählebenen zurechtfinden. Dabei wird sowohl zwischen Vergangenheit und Gegenwart als auch den Personen fließend hin und her gesprungen, ohne dass einen irgendwelche Texteinblendungen bei der Orientierung helfen.
Zum Glück kam ich damit nach einigen Minuten zurecht, doch dann begann die Erzählung selbst wilde Harken zu schlagen. Viele Fragen werden aufgeworfen und lange nicht beantwortet.
Am Ende jedoch häufen sich die kleinen Andeutungen, sodass man die Wahrheit zwar langsam erkennt, sie aber nicht so recht wahrhaben will. Das ist großartig und wurde selten so meisterhaft durchgeführt. Ich drücke mich dabei aus gutem Grund schwammig aus, weil jeder das Vergnügen haben sollte die Rätsel des Films für sich selbst zu lösen.
Warum ausgerechnet dieser Nolan Film wieder so gut ist habe ich beim Abspann erkannt. Sein Bruder Jonathan hat mit ihm am Drehbuch gearbeitet. Der Bruder, der auch die Kurzgeschichte geschrieben hat, auf dessen Grundlage Memento gedreht wurde. Guter Mann.
rüssel - 19. Jan, 18:23
