Oryx und Crake und Tod und Teufel
Wenn ich nicht gerade gewalttätige Videospiele zocke, lese ich Bücher.
Die letzte Woche hatte ich, wie gesagt, viel Zeit dazu. Hier nun meine bescheidene Meinung zu dem gelesenen.
Margaret Atwood – Oryx und Crake
Endzeitromane sind das Beste, was es gibt. Gleich nach Mafiafilmen und Tiefkühlpizza. Dieser hier ist ein ganz besonderer. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Auf der einen Seite haben wir Schneemensch, der in einer kaputten Welt herumläuft, welche von merkwürdigen Mischtieren und den so genannten Crakern bewohnt ist. Beide sind Auswüchse früherer Klonexperimente. Zum Beispiel die lustigen Hunölfe, eine Mischung aus Hund und Wolf, oder aber die Organschweine, welche zur Produktion von menschlichen Organen benutzt wurden. Schneemensch heißt in Wirklichkeit aber nicht Schneemensch, sondern Jimmy. Die Craker, eine neue Rasse von Mensch, geboren in Reagenzgläsern, haben ihm den lustigen Namen gegeben. Ich will nicht zu viel verraten, aber die Craker sind schon ein lustiges Völkchen, mit ein paar interessanten neuen Eigenschaften, die die normale menschliche Rasse nicht zu bieten hatte.
Jimmy ist einer der wenigen Überlebenden einer weltweiten Katastrophe und erzählt dem Leser auf Zeitebenen Nummer Zwei, wie es dazu überhaupt kommen konnte. Dabei wird ein krankes Bild der Zukunft erschaffen, welches bei näherer Betrachtung nicht so abwegig erscheint, wie man glauben möchte.
Große Konzerne errichten eigene kleine Städte mit dicken Mauern, in denen die Oberschicht wohnt, während der Pöbel in den Außengebieten haust. Per Kreditkarte kann man sich Internetshows mit Hinrichtungen und Pornographie ohne Ende besorgen.
Das Klonen geht gerade in die heiße Phase und so arbeitet Jimmys Vater an der Forschung rund um die Organschweine, auf deren Rücken immer neue menschliche Organe wachsen, die man nur noch abschneiden und beim Patienten einpflanzen muss.
Man verfolgt Jimmys Werdegang und seine Freundschaft mit Crake, einem hyperintelligenten Freak, der sich mit seinen Forschungen ganz nach oben in der Konzernhierarchie arbeitet. Eben jener Crake gabelt die junge Oryx aus dem Sündenpfuhl außerhalb der Konzerne auf und so kommt, was kommen muss, Jimmy und Crake, die besten Kumpels, verlieben sich in die gleiche Frau. Was daraufhin folgt ist krass und sollte von Freunden der Dystopie lieber selbst gelesen werden.
Der Roman ist locker geschrieben, nimmt kein Blatt vor den Mund und bietet einiges an unschönen Szenen. Gut zu lesen, gut zum nachdenken und auch sonst gut.
Frank Schätzing – Tod und Teufel
Der Frank, der Schätzing. Sein hoch gelobtes „Der Schwarm“ war ja schon nicht so super, aber dieser „Historienroman“ ist noch ne Nummer schlechter.
Der Baumeister des Kölner Doms wird vom Gerüst geschubst, Jacob – Der Fuchs, Dieb von Beruf beobachtet den Mord und wird daraufhin vom Mörder verfolgt. Nach viel ödem hin und her und ein paar mehr Toten schubst Jacob den Mörder ebenfalls vom Dombaugerüst und alle sind glücklich. Jacob ist glücklich, weil er noch lebt, sein Kumpel Jaspar ist glücklich, weil der Geheimbund der Patrizier aufgedeckt wurde, der Erzbischof ist glücklich, weil er nicht auch noch ermordet wurde (denn das war der total super Plan der Patrizier, um an ihre alte Macht zu kommen (ups ...jetzt habe ich ja alles verraten ... mist)), und ich bin glücklich, weil der Roman endlich ein Ende hat.
Für Jim Doges „Die Kunst des Verschwindens“ gibt es nachher (morgen ... irgendwann) einen extra Beitrag.
Die letzte Woche hatte ich, wie gesagt, viel Zeit dazu. Hier nun meine bescheidene Meinung zu dem gelesenen.
Margaret Atwood – Oryx und Crake
Endzeitromane sind das Beste, was es gibt. Gleich nach Mafiafilmen und Tiefkühlpizza. Dieser hier ist ein ganz besonderer. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Auf der einen Seite haben wir Schneemensch, der in einer kaputten Welt herumläuft, welche von merkwürdigen Mischtieren und den so genannten Crakern bewohnt ist. Beide sind Auswüchse früherer Klonexperimente. Zum Beispiel die lustigen Hunölfe, eine Mischung aus Hund und Wolf, oder aber die Organschweine, welche zur Produktion von menschlichen Organen benutzt wurden. Schneemensch heißt in Wirklichkeit aber nicht Schneemensch, sondern Jimmy. Die Craker, eine neue Rasse von Mensch, geboren in Reagenzgläsern, haben ihm den lustigen Namen gegeben. Ich will nicht zu viel verraten, aber die Craker sind schon ein lustiges Völkchen, mit ein paar interessanten neuen Eigenschaften, die die normale menschliche Rasse nicht zu bieten hatte.
Jimmy ist einer der wenigen Überlebenden einer weltweiten Katastrophe und erzählt dem Leser auf Zeitebenen Nummer Zwei, wie es dazu überhaupt kommen konnte. Dabei wird ein krankes Bild der Zukunft erschaffen, welches bei näherer Betrachtung nicht so abwegig erscheint, wie man glauben möchte.
Große Konzerne errichten eigene kleine Städte mit dicken Mauern, in denen die Oberschicht wohnt, während der Pöbel in den Außengebieten haust. Per Kreditkarte kann man sich Internetshows mit Hinrichtungen und Pornographie ohne Ende besorgen.
Das Klonen geht gerade in die heiße Phase und so arbeitet Jimmys Vater an der Forschung rund um die Organschweine, auf deren Rücken immer neue menschliche Organe wachsen, die man nur noch abschneiden und beim Patienten einpflanzen muss.
Man verfolgt Jimmys Werdegang und seine Freundschaft mit Crake, einem hyperintelligenten Freak, der sich mit seinen Forschungen ganz nach oben in der Konzernhierarchie arbeitet. Eben jener Crake gabelt die junge Oryx aus dem Sündenpfuhl außerhalb der Konzerne auf und so kommt, was kommen muss, Jimmy und Crake, die besten Kumpels, verlieben sich in die gleiche Frau. Was daraufhin folgt ist krass und sollte von Freunden der Dystopie lieber selbst gelesen werden.
Der Roman ist locker geschrieben, nimmt kein Blatt vor den Mund und bietet einiges an unschönen Szenen. Gut zu lesen, gut zum nachdenken und auch sonst gut.
Frank Schätzing – Tod und Teufel
Der Frank, der Schätzing. Sein hoch gelobtes „Der Schwarm“ war ja schon nicht so super, aber dieser „Historienroman“ ist noch ne Nummer schlechter.
Der Baumeister des Kölner Doms wird vom Gerüst geschubst, Jacob – Der Fuchs, Dieb von Beruf beobachtet den Mord und wird daraufhin vom Mörder verfolgt. Nach viel ödem hin und her und ein paar mehr Toten schubst Jacob den Mörder ebenfalls vom Dombaugerüst und alle sind glücklich. Jacob ist glücklich, weil er noch lebt, sein Kumpel Jaspar ist glücklich, weil der Geheimbund der Patrizier aufgedeckt wurde, der Erzbischof ist glücklich, weil er nicht auch noch ermordet wurde (denn das war der total super Plan der Patrizier, um an ihre alte Macht zu kommen (ups ...jetzt habe ich ja alles verraten ... mist)), und ich bin glücklich, weil der Roman endlich ein Ende hat.
Für Jim Doges „Die Kunst des Verschwindens“ gibt es nachher (morgen ... irgendwann) einen extra Beitrag.
rüssel - 29. Jul, 19:25

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