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Sonntag, 19. November 2006

Schlag den Raab

Gestern Abend lief die zweite Ausgabe von „Schlag den Raab“. Ein, vom Publikum gewählter Kandidat, tritt in 15 Minispielen gegen Stefan Raab an und kann 1 Million Euro gewinnen, sofern er den Showmaster mit dem fiesen Grinsen besiegt.
In der ersten Sendung verlor eine Frau gegen Raab, die ihm bei vielen der sportlicheren Spiele unterlegen war. Alle Zuschauer, und so auch ich, waren sich darüber einig, dass ein halbwegs sportlicher Mann Raab bei diesen Spielen in Grund und Boden gestampft hätte. Falsch gedacht. Die letzte Sendung bewies das Gegenteil.
Der Student Johannes wurde in seinem persönlichen Vorspann als Elitestudent mit tollem Allgemeinwissen, gutem Gedächtnis und ordentlichen Sportkenntnissen angekündigt. Immerhin war er in seiner Jugend schon mal deutscher Meister im Basketball gewesen. Gut, dachte ich mir. Der macht den Raab jetzt Rund und schnappt sich die Million.
Spiel 1: Tauziehen: Ok, der Raab ist dicker, der macht das locker. So kam es auch.
Spiel 2: Wo liegt was?: Auf einer Europakarte ohne Grenzlinien mussten verschiedene Orte gefunden werden. Hier machte sich Raabs Abgeklärtheit das erste Mal bemerkbar. Wusste er die Antwort, so ließ er sich Zeit, den Ort auch wirklich so einzuzeichnen, wie er es für richtig hielt. Sein Gegenüber tippte dabei meist nur einmal kurz auf den Touchscreen und war sich seiner Sache sehr sicher. Raab gewann knapp, da er länger den richtigen Punkt suchte.
Spiel 3: Klettern: Jetzt begannen die Peinlichkeiten. Eine 22 Meter hohe Kletterwand sollte erklommen werden. Raab sprintete die ersten Meter, trotz seinem höheren Gewicht, locker empor und ging schnell mit Abstand in Führung. Was machte Johannes? Langsam und ohne große Ambitionen den Vorsprung zu verringern kraxelte er die Steilwand entlang. Ich würde niemandem einen Vorwurf machen, der Höhenangst oder Kraftprobleme hätte, aber wie lautete Johannes Ausrede? Er wollte sich für die nächsten Spiele ausruhen, der Vorsprung sei zu groß gewesen und seine Hände waren kalt. Öhm, ja ... es geht um eine Million für dich und du strengst dich nicht mal richtig an, während der dicke Raab, dem es eigentlich egal sein könnte, wie ein Wildgewordener die Wand hochklettert. Nice one.
Spiel 4: Musik erraten: Keine Chance für den Kandidaten. Ein unfaires Spiel in meinen Augen.
Spiel 5: Badminton: OMG! Fast alle Sportarten, die an diesem Abend gespielt wurden, habe ich irgendwann mal im Sportunterricht der Schule behandelt. So auch Badminton. Doch das wäre nicht mal nötig gewesen. Jeder der ein wenig Federball spielen kann, hätte hier wieder locker gegen Raab gewonnen. Was macht Johannes? Er versiebt mehrer Angaben, in dem er nicht mal den Ball trifft, oder so sanft schlägt, dass der Ball kaum übers Netz kommt. Was macht Raab? Spielt verbissen, mit viel Einsatz auch wenn er das Spiel nicht richtig beherrscht und siegt.
Spiel 6: Stimmt’s: Stimmt eine Behauptung oder stimmt sie nicht. Knappes Ding, aber Johannes gewinnt, da er etwas cleverer ist.
Spiel 7: Merken: Wer hatte noch mal das super Gedächtnis und kann sich alles merken? Achja Johannes. Wer gewinnt? Raab!
Spiel 7: Dosenwerfen: Das Merken Spiel wird anuliert, weil es falsche Einblendungen gab. Dafür jetzt Dosenwerfen. Jemand der Basketball spielt sollte einen Ball halbwegs gezielt werfen können, möchte man meinen. Beide werfen extrem häufig daneben. Vor lauter Verzweiflung, schalte ich kurz um, da das zu Sehende kaum zu ertragen ist.
Die Entfernung wird verringert. Raab gewinnt.
Spiel 8: Kartfahren: Vielleicht bin ich wieder ein falsches Beispiel, aber ich muss es trotzdem so schreiben. Ich bin schon ein paar Mal Kart gefahren. Außerdem lernt man bei Rennspielen der virtuellen Art, wenigstens ansatzweise, wie man eine Kurve anbremst, wie man sie anfährt und was unterschiedlicher Bodenbelag zu bedeuten hat. Raab fährt Johannes sogar noch mehrere Runde vor, er konnte sich also alle schwierigen Stellen schon vorher merken. Raab weist sogar noch ausdrücklich auf den verschiedenen Untergrund hin, der in den Studios und der kurzen Außenstrecke vorliegt. Vielleicht saß Johannes wirklich noch nie in einem Kart. Haarnadelkurven werden viel zu spitz angefahren, auf Asphalt gibt er kein Vollgas, er macht eigentlich all das nicht, was Raab im vorher richtig vorgemacht hat. Traurig.
Spiel 9: Karten: Glückssache. Raab gewinnt wieder.
Spiel 10: Fußball: Argh! Fußball. Gab es auch schon in der ersten Sendung. Damals nur mit Elfmetern. Diesmal mit einem Spielfeld. Raab trifft zweimal gut, Johannes versteht den Sinn der Banden erst zu spät und verliert wieder. Raab ist einfach abgebrühter, er kann die Situationen schneller einschätzen. So auch beim nächsten Spiel.
Spiel 11: Käsebrot: Mein Lieblingsspiel. Hier wurde leider deutlich, dass Johannes keinen Schimmer vom praktischen Leben hat. Mit Käse, Brot und Butter sollte ein Käsebrot mit einem Gewicht von 417 Gramm zusammengebaut werden. Wieder macht sich Raab mehr Gedanken, der das Gewicht mithilfe der Butter sehr gut abschätzt und einen großen Haufen Butter auf die dünne Brotscheibe schaufelt. Johannes scheint nicht nachzudenken und legt beinnah wahllos zwei Stück Käse auf das Brot und liegt damit natürlich nur bei der Hälfte des geforderten Gewichts.
Spiel 12: Basketball: Es wirkt fast so, als ob das Spiel nur eingebaut wurden, damit Johannes auch mal gewinnt. Als Basketballer sollte es doch ein leichtes sein ein paar Freiwürfe zu versenken. Der erste Wurf ist ein lupenreiner Airball. Der Ball berührt nicht mal den Korb. Ich falle fast vom Sofa.
Zum Glück versenkt er die nächsten beiden und gewinnt.
Spiel 13: Quiz mit Elton: Johannes gewinnt knapp. Allgemeinwissen hat er.
Spiel 14: Billard: Beide haben es schon mal gespielt, beide können es nicht richtig. Wieder habe ich den Eindruck, dass Raab mehr nachdenkt und die besseren Entscheidungen trifft. Johannes hat häufig schlechte Ballpositionen, trifft aber auch nicht gut.
Raab gewinnt regulär, versenkt alle seine Kugeln und am Schluss die Schwarze, während bei seinem Gegenüber noch 4-5 Kugeln auf dem Tisch liegen.

Ende. Raab siegt. Der Jackpot wird wieder erhöht. Das nächste Mal geht es um satte 1,5 Millionen Euro. Wenn man ein breites Halbwissen in vielen Sportarten hat und nicht ganz blöde ist, dann ist diese Sendung der einfachste Weg im deutschen Fernsehen, um an eine solche Menge Kohle zu kommen. Vorraussetzung ist außerdem, dass man abgebrüht ist und sich von den ganzen Kameras nicht einschüchtern lässt.

Die Sendung ist trotz ihrer unglaublichen Länge von mehr als vier Stunden und den übertrieben vielen Werbepausen, dass interessanteste was an Shows im TV läuft. Gladiatorenkampf im Kleinformat mit exorbitant hohen Gewinnen. Stellen wir uns mal vor, Raab gewinnt das nächste Mal wieder. Dann geht es um 2 Millionen, dafür dass man gegen einen ganz normalen durchschnittlichen Menschen in eine paar Spielchen gewinnt. Krank.

Wer sich die Sendung oder einzelne Spiele noch mal anschauen will, der folge dem Link: "Raabs Siegesserie"

Samstag, 28. Oktober 2006

Neues TV-Magazin für Games ... von RTL2

Nach Game-One bei MTV gibt es nun eine weitere Games-Sendung im deutschen TV. Sie hört auf den Namen "Highscore - Games@RTL II" und wird, wie nicht anders zu erwarten war, von einem GIGA Mitarbeiter moderiert. Felix Rick wird zur besten Sendezeit (00:05 *hust*) am 29. November die erste Folge präsentieren.
Ich freu mich ... nicht.

Quelle: DWDL.de

Sonntag, 20. August 2006

Aeon Flux TV-Serie


Beim betrachten der ersten Folgen der MTV Animationsserie „Aeon Flux“ gingen mir verschiedenen Fragen durch den Kopf. „Was zur Hölle passiert dort auf der Mattscheibe?“, war wohl die erste und wichtigste. Danach kamen so Fragen, wie: „Was haben die Drehbuchautoren geraucht und wie viel davon haben sie den Zeichner abgegeben?“.
Normalerweise erwartet man bei der ersten Folge einer Serie eine Einführung der wichtigsten Personen. Vielleicht wird einem auch noch ein wenig das Szenario näher gebracht, damit man weiß in was für einer Umgebung sich die Geschichte abspielt. Bei „Aeon Flux“ ist das nicht der Fall. Es gibt auch keine direkte Kontinuität zwischen den verschiedenen Folgen. Stirbt Aeon scheinwahr am Ende der einen Folge, so ist sie bei der nächsten ohne Erklärung wieder putz munter.
Mit solch verwirrenden Ungereimtheiten könnte ich mich noch anfreunden, wenn die Optik wenigstens stimmen würde. Ja, die Bildübergänge und die ein oder andere „Kamerafahrt“, sowie abgefahrene Blickwinkel sind gut gelungen, aber der Zeichenstil der Figuren ist, aus meiner persönlichen Sicht, nur als widerlich zu bezeichnen. In fast jeder Folge gibt es sexuelle Anspielungen und halbnackte Personen und die sehen nicht schön oder gar normal aus, sondern vollkommen überstilisiert. Kantige Gesichter, ultra dünne Taille und extra lange Gliedmassen. Natürlich ist das von den Machern gewollt, aber ich finde es einfach bäh.
Was die Story angeht, so gibt es alles was man in einer nicht ganz so schönen Zukunft erwartet. Klone, Gedankenkontrolle, Selbstschussanlagen. Nichts überragend abgefahrenes, aber die Serie hat ja auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel.
Wer sich selbst eine Meinung bilden will, dem kann ich die erste Staffel auf DVD empfehlen. Bevor ihr aber die ganze Box kauft leiht euch lieber die erste DVD aus der Videothek aus. So richtig empfehlen kann ich die Serie nicht, aber vielleicht stören sich andere ja nicht so an der Optik, wie ich.

Montag, 26. Juni 2006

Mehr Futurama für alle

Wohooooo!

Dienstag, 4. April 2006

Dr. Zoidberg

Ich kämpfe mich seit einigen Wochen (eigentlich sind es sogar schon Monate ... wie die Zeit doch vergeht), durch die vier erhältlichen Futurama Staffeln.
Alle Charaktere sind auf ihre Art verdammt lustig, aber einem sind sie alle unterlegen:Dr. John Zoidberg.

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Sonntag, 12. März 2006

Online TV Recorder

Heute möchte ich kurz den OnlineTVRecorder huldigen. Zu finden auf onlinetvrecorer.com.
Wer wie ich über keinen Videorecorder und auch keinen Festplatten- oder DVD-Recorder verfügt, wird an diesem Service große Freude haben.
Das System ist schnell erklärt. Wie bei jedem anderen Recorder auch, wählt man aus dem Programm die Sendungen aus, die man aufnehmen möchte. Das funktioniert recht simpel über eine Suchfunktion oder ein virtuelles Programmheft. Danach wird die entsprechende Sendung aufgenommen und man erhält eine E-Mail wenn der Download bereit steht. Richtig gelesen, die komplette Sendung wird herunter geladen. Kein Stream sondern eine richtig schöne Videodatei, die man vor und zurück spulen kann. Die Qualität ist nicht überragend, aber vollkommen ausreichend. Einen zweistündigen Film würde ich mir so nicht anschauen, aber für Harald Schmidt, Kuttner, Zapp und Polylux reicht das vollkommen aus. Ich habe mir gestern auch mal ein paar Zeichentrickserien aufgenommen, die morgens auf Kabel1 laufen. Zu einer solchen Zeit schläft der normale Mensch ja noch.
Es gibt auch die Möglichkeit die Sendungen auf eine Wunschliste zu setzen, so dass jede Folge automatisch aufgenommen wird und man nicht jeden Tag per Hand einprogrammieren muss.
Die Dateien kann man über öffentliche Server mit recht kurzen Warteschlangen und Downloadgeschwindigkeiten zwischen 100 kb/s und 700 kb/s saugen, oder über Tauschbörsen, sofern mehrere Leute die selbe Sendung haben wollen, oder aber über einen kostenpflichtigen Download für ein paar Cent pro Folge. Man erhält dann eine Datei, die man per Decoder in eine Videodatei umwandelt. So kann man auch nur Dateien umwandeln, die man auch selber aufgenommen hat.
Es gibt auch noch andere vergleichbare Angebote im Internet (shift.tv und save.tv), aber soweit ich das überschauen kann ist OTVR der einzige vollkommen kostenfreie Videorecorder im Internet.
Die Seite selbst entwickelt sich ständig weiter, so kann es sein, dass von einem Tag auf den anderen das gesamte Layout verändert wird. Das ganze wirkt auf mich manchmal wie eine riesige recht stabile Betaversion. In den nächsten Tagen soll auch die Senderauswahl extrem aufgestockt werden. Hat man im Moment die Auswahl zwischen 12 Sendern, so sollen es bald mehr als dreimal so viele seien.

Mittwoch, 8. Februar 2006

Der natürliche Feind von "Wetten, dass ...?"

Stefan Raab im Stern-Interview:
„Die Show „Wetten, dass ...?“ lebt davon, dass sie keine Feinde hat. Das ist wie mit den Kängurus in Australien. Die werden auch immer mehr, weil keiner da ist, der sie frisst."

Wieder was gelernt.

Quelle: dwdl.de

Freitag, 3. Februar 2006

Nip/Tuck wird abgesetzt

F*ck You, deutsche Fernsehlandschaft!
Es gibt nur vier Sendungen im deutschen TV, die ich regelmäßig anschaue.
Stromberg, wo es zum Glück eine dritte Staffel geben soll, obwohl die Quoten nicht so richtig berauschend waren.
Harald Schmidt, der uns hoffentlich noch lange erhalten bleibt und für den es bisher auch keinen Ersatz gibt.
Las Vegas, eine ganz nette Serie, nicht so richtig super, aber immer noch besser als der ganze andere Schrott.
Nip/Tuck, eine Sendung, bei der das Zuschauen zwar oft weh tut, aber das zu recht. Eine Serie, die einen mit ihren Bildern und Themen manchmal noch tagelang verfolgt. Die Probleme sind zwar in ihrer Komprimiertheit stark übertrieben, aber einzeln für sich betrachtet erschreckend real.

Die beiden letztgenannten Serien wurden nun von Pro7 aus dem Programm genommen. Dafür gibt es jetzt alte Spielfilme. Den Britney Spears Film „Crossroads – Not a Girl“ zum Beispiel. Toll, großartig, super ... solch hochwertige Kinokunst schauen sich bestimmt viele Millionen Menschen an.

Danke Pro7 und hoffentlich stürzen demnächst die Quoten für die Nippelshow „Deutschlands nächstes Top-Model“ auch ordentlich in den Keller.

Dienstag, 20. Dezember 2005

Heimkinoprahlerei

Hatte die letzten Tage irgendwie eine Schreibblockade. Dabei gibt es einiges über das es sich zu schreiben lohnt. Weihnachtsferien gehören dazu. Diese werden es mir auch ermöglichen, in den nächsten Tagen einige Blog-Einträge rauszuhauen.

Jetzt gibt es erst mal nur einen Link zur protzenden AreaDVD Community, die ihre Heimkinos ins Internet gestellt haben, um mal ordentlich anzugeben. Mit Erfolg. Auf vieles bin ich neidisch. Bei ein paar Bildern musste ich aber auch laut lachen. Da stehen riesige Flachbildfernseher neben monströsen Boxen, bezahlt mit tausenden von Euro, aber für ein ordentliches Sofa ist kein Geld mehr übrig. Naja, man muss Prioritäten setzen.

Dienstag, 22. November 2005

Mehr Stromberg für Deutschland!

In Deutschland ist ja alles etwas anders. Komplett sinnfreie, mit komplett talentlosen Laiendarstellern besetzte Gerichtssendungen werden wie am Fließband produziert und von der hirnlosen Bevölkerung sabbernd konsumiert.
Eine frische, etwas andere und lustige Sendung wie Stromberg dagegen muss um jede Staffel kämpfen.
Unterstützt die Online-Petition für eine 3. Staffel Stromberg bei Pro7. Für euch, für mich und für ein besseres Deutschland.

Well, you know...

Guns don't kill people. Kids who play videogames kill people.

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