Virtuelle Zeitverschwendung

Montag, 19. Februar 2007

Suda 51 goes crazy

Als ich das neuste Interview von Suda 51 bei IGN gelesen habe, musste ich, in einem spontanen Anfall von Größenwahnsinn, diesen Comicstrip zusammentackern:

Donnerstag, 15. Februar 2007

Meinungsmache

Bald im neue Wii Meinungskanal:

Mittwoch, 24. Januar 2007

Killer 7

Ist es ein Videospiel wert, es zu spielen, auch wenn es keinen Spaß macht?
Diese und andere verworrene Fragen waberten durch meinen Kopf, während ich "Killer 7" spielte. Man rennt nur vorwärts, schießt nervige kichernde Monster über den Haufen, löst mehr oder weniger logische Rätsel und unterhält sich mit toten Leuten in einer Sprache, die sich anhört, als wären den Sprechern die Stimmbänder eingefroren und danach zersplittert.
Es kann mir keiner erzählen, dass er bei diesem Gameplay Freude dabei hatte die kleinen bunten Tasten auf dem Controller zu drücken.
Der Grafikstil ist superb. Sicherlich Geschmackssache, aber künstlerisch ist "Killer 7" über alle Maße erhaben. Optisch, wie auch musikalisch. Es strömen einem ununterbrochen Musikstücke entgegen, die man so in einem Videospiel nicht erwartet. Die Bandbreite ist dabei enorm und jeder Song alleine schon ein Ereignis. Rock, Techno, Mariachi, schiefe Gitarren, Flöten ... was weiß ich alles. Ich denke auf der Soundebene wird mir "Killer 7" am längsten im Gedächtnis bleiben. Von der Story kann ich das nicht gerade sagen. Ich behaupte nicht, dass ich alles verstanden habe, was über die Mattscheibe kommuniziert wurde, aber ich bin auch nicht sonderlich daran interessiert mich in die Irren und Wirrungen der Handlungen einzuarbeiten. Nicht, weil ich ein faules Stück bin, sondern weil die Story von Anfang an ohne jeglichen Spannungsbogen auf den Spieler niederprasselt. Alles ist wirr, man weiß nie so genau, was gerade warum abläuft und so kam bei mir nie ein wirkliches Interesse an der Handlung auf. Die einzigen Storytwists, die ich ganz cool fand, waren die innerhalb der letzten zwei Level, weil man da auch endlich mal ein wenig über die Killer selbst erfährt.
Spielerisch gibt es viel zu mäkeln. Respawnende Gegner, mal viele Speicherpunkte, mal sehr wenige, Bosskämpfe, die ohne jegliche Tipps oder Erklärungen geführt werden müssen und dafür andere Rätsel deren Lösung einem sehr direkt auf die Nase gebunden wird, nerviges Rumgerenne und Eingesammle ...
Ich musste mich häufig dazu zwingen weiterzuspielen, damit die Qual irgendwann ein Ende hat, ich mir die nächste stylische Zwischensequenz angucken kann, die ich nicht verstehe, um schließlich die Credits laufen zu sehen, nur um danach noch eine kurze Mission spielen zu müssen, um dann das Spiel auch wirklich endgültig zu beenden.
Meine Begeisterung, für das nächste Spiel der Entwickler "Grasshopper Manufacture" "No more Heroes" für die Wii, ist äußerster Skepsis gewichen.

Montag, 22. Januar 2007

Age of Pixelbrei

"Age of Empires: The Age of Kings" für den Nintendo DS ist eigentlich ein sehr schönes Spiel. Das Mittelaltersetting gefällt mir sehr viel besser, als der Knuddelanimelook eines Advance Wars. Außerdem kann man Gebäude bauen wo man will, es gibt verschiedene Ressourcen, Forschung, bessere Benutzung der Umgebung sowie Axtwerfer und Kampfelefanten. Es gibt nichts besseres als Axtwerfer und Kampfelefanten.
Also eigentlich alles super. Eigentlich.
Betrachten wir mal folgendes Bild:

Wir sehen hier zwischen 25 und 30 Einheiten von zwei Parteien, eine Burg, zwei Minen, ein Dorfzentrum, eine Kaserne, einen Stall, einen Marktplatz und eine Schießanlage.
Alles gefunden? ... Nicht? Ist doch ganz übersichtlich gestaltet. Na gut, kleiner Tipp. Auf den meisten Gebäuden stehen auch noch Einheiten drauf.
Für besonders gute Spürnasen habe ich noch zwei Extrarätsel. Wo befindet sich gerade der Cursor und wo hat sich die Balliste versteckt?

Ich denke ihr habt das Problem des Spiels erkannt.

Aber ansonsten ist es super.

Sonntag, 21. Januar 2007

News am Morgen

Paraworld Entwickler SEK macht zu.

Im Trailer von Major League Baseball 2k7 wird Musik von Death From Above 1979 benutzt.

Helge Schneiders neues Album ist großartig!

Update:
The Daily Show with Jon Stewart täglich, ungeschnitten und im Originalton ab Morgen auf Comedy Central und deren Internetseite zu sehen.

Samstag, 20. Januar 2007

Jahresrückblick Games



Shadow of the Colossus
Call of Cthulhu
Guitar Hero
New Super Mario Bros.
Black
Der Pate
Guitar Hero 2
NBA 2k7
Zelda TP
Wii Sports
Wii Play

Nein, dies ist nicht meine Top10 Liste in willkürlicher Reihenfolge (es sind nämlich 11 Spiele), sondern alle Neuerscheinungen 2006, die ich gekauft habe.

Da ich nicht viel neues zu den Spielen schreiben kann und will, gibt es jetzt kurz und schmerzlos zwei Wertungen und die Links zu den entsprechenden Beiträgen hier im Blog.

Shadow of the Colossus ist das beeindruckenste Spiel 2006. Es hat mich ganz einfach am meisten begeistert und gepackt.

Guitar Hero 1 und 2 sind die beiden Spiele 2006 mit dem größten Wiederspielwert. Ich kann mir keine anderen Spiele vorstellen, welche ich alle paar Monate wieder hervorholen werde, um nur mal ein paar Lieder lang zu rocken und dabei den selben Spielspaß zu verspüren, wie beim ersten Mal.

Ich erwarte nichts großartiges mehr. Wenn man sich zu sehr auf irgendein Spiel freut kann man nur auf die Nase fallen. Für 2007 lasse ich mich also überraschen. Vielleicht fange ich nach meinen Abiprüfungen wieder mit World of Warcraft an, vielleicht gibt es ein paar klasse Wii Spiele, von denen noch keiner etwas weiß und vielleicht kommt auch alles anders. Mal schauen.

Donnerstag, 18. Januar 2007

Wie die Anderen es sehen

Da wir ja heute alle von irgendetwas erschlagen werden könnten, dass von Orkan Kyrill durch die Luft gewirbelt wird und ich dementsprechend keinen nachmittäglichen Schulunterricht habe, will ich kurz auf ein Internetphänomen aufmerksam machen, welches mich schon seit ein paar Tagen beschäftigt.

Es geht um die Reaktionen von Videospielern außerhalb Deutschlands auf die hiesigen Gewaltspieldiskussionen und Aktionen.

Nehmen wir mal den aktuellsten Fall der beiden 17-Jährigen in Tessin. Es wurde berichtet, dass die Täter Final Fantasy VII gespielt und sich mit Namen der Spielfiguren angeredet hätten. Also nimmt unser Lieblingsgamenerdblog joystiq.com sich dieser News an und schreibt genau dieses nieder. Bis hierhin nicht weiter schlimm. Abgesehen davon, dass diese Informationen nicht korrekt sind und wahrscheinlich von übereifrigen Redakteuren in die Welt gesetzt wurden. Die beiden Jungen haben sich mit ihren normalen Namen angesprochen und am Abend der Tat den Film "Final Fantasy VII: Advent Children" geguckt. Das sagt zumindest das Mädchen, welches von den beiden gefangen gehalten wurde und die sollte es ja wissen.

Doch auch das ist es nicht direkt, was meinen Unmut erregt. Erst wenn ich mir die Kommentare anderer Nutzer zu diesem und anderen Thema durchlese wird mir immer etwas anders.
Es dauert meist nicht lange, bis irgendjemand auf die Vergangenheit Deutschlands und das Dritte Reich zu sprechen kommt und damit die Regulierungsbegeisterung der Deutschen in Sachen Videospielen begründen will.
Siehe idlethumbs, joystiq.com nochmal joystiq und hier auch joystiq. Schöne Klischees sterben eben nie.

Ja, mit den Deutschen und den Videospielen lässt sich im Ausland viel Spaß machen. So auch bei 1up.com und den "Top 10 WTF Moments of 2006". Immerhin Platz 10 ... von 10.
Am besten finde ich aber noch einen aktuellen Comicstrip von den little gamers, der sich auf die falschen Informationen der Tessiner Tragödie bezieht. Schade Jungs.

Samstag, 30. Dezember 2006

Zelda: Twilight Princess Wii



So schnell kann es gehen. Leider, möchte ich sagen, bin ich am Ende des neusten Zelda Abenteuers angekommen. Schön war es, aber irgendwie auch schneller vorbei als mir lieb war. Kaum verlässt man sein kleines Dorf scheucht einen die Story beinah schlauchartig durch die Welt von Hyrule. Von einem Dungeon zum nächsten geht die Reise ohne große Zwischenstopps immer dem finalen Endgegner entgegen. Warum sollte ich auch von der Hauptgeschichte abweichen? Es gibt nicht wirklich viel sinnvolles zu tun. Man kann Angeln. Wurde ja auch groß angekündigt. Macht aber nur bedingt Spaß und kann an viel zu wenig Stellen angewandt werden. Mir fallen nur drei oder vier Seen ein, an denen man überhaupt angeln kann und dort fängt man immer die selben Fische. Das Angeln selbst ist so öde wie auch echtes Angeln öde ist. Man wirft den Köder per Wiimote ins Wasser und danach wartet man. Vielleicht kommt ein Fisch vorbei, vielleicht auch nicht. Am besten ist es, wenn man den Fisch schon vorher gesehen hat und ihm den Köder auf den Kopf schleudert.
Dann kann man noch Insekten sammeln und gegen Bares eintauschen. Wenn man das erste Insekt abgibt bekommt man eine größere Brieftasche. Das ist noch sinnvoll, da der normale Beutel von Anfang an zu zu klein ist. Doch danach brauch man sich die Mühe mit dem Sammeln von kleinen leuchtenden Krabbeltieren nicht mehr machen. Es gibt nichts zu kaufen, und das was es gibt, kann man sich auch mit der Beute aus den Dungeons locker leisten. Da wären wir auch bei dem einzigen kleinen Sidequest angekommen. Man kann mit dem Geld den Bau einer Brücke zur Hauptstadt finanzieren und so den Handelsweg von einem kleinen Dorf wieder herstellen. Daraus ergibt sich eine weitere kleine Nebenaufgabe, bei der man heißes Quellwasser über eben diesen Handelsweg transportieren soll und innerhalb der Stadt noch einmal weiter verteilt.
Außerdem kann man noch einen zusätzlichen Shop in der Stadt mit Geld unterstützen und dort eine Magierüstung kaufen, die man über das ganze Spiel hinweg nie brauchen wird. Das wiederum liegt an dem geringen Schwierigkeitsgrad der Kämpfe. Ich bin bei keinem Kampf gestorben. Null. Zero. Wird man mal getroffen, dann hinterlässt meist der besiegte Gegner selbst neue Lebensenergie. Wenn nicht, dann zerkloppt man eben kurz zwei Kisten und findet dort neue Herzen. Wegen mir hätten sie die normalen Monster ruhig ein wenig stärker machen können. Selbst die Massenkämpfe am Ende vor dem Schloß von Hyrule sind mit zwei drei Rundumschlägen erledigt.
Dann die Endgegner. Sicherlich ein Highlight des Spiels, aber leider auch etwas zu simpel zu durchschauen. Normalerweise brauch man nur den zu letzt gefundenen Gegenstand auswählen und schauen, wo man diesen am Gegenüber ansetzten kann. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich auch alle Endgegner beim ersten Versuch erledigt. Kann man jetzt gut finden, weil keine Frustmomente entstehen, aber den ein oder anderen Kniff hätte ich mir doch noch gewünscht.
Wichtigster Punkt des Spiels sind aber die Dungeons. Super zusammengebastelt um ein unkompliziertes Durchwandern zu gewährleisten. Der Unterwasserdungeon hat mich noch am meisten verwirrt und auch der Dungeon in den Wolken war etwas verworren, aber der gesamte Rest war mir persönlich auch wieder zu schlauchartig. Klar, man kann sich frei im Dungeon bewegen, aber es gibt einen glatten problemlosen Weg, der einem vom Spiel durch Schlüssel und Rätsel genau vorgegeben wird. Von der Größe sind alle Dungeons auch etwa gleich. Vielleicht hätte man das auch noch etwas variieren können.
Die Rätsel sind super gemacht. Da kann man nicht dran rummeckern. Alle Items werden in den verschiedensten Formen benötigt, um weiterzukommen und immer logisch benutzt.

Story. Brauchen wir nicht drüber reden. Relativ düster: Ja. Extrem klischeebeladen: sehr großes Ja.
Und ich habe keine Lust mehr auf Helden, die nie ein Wort sagen. Das ist einfach nur lächerlich zu sehen, wie Link seinen Gesprächspartner verträumt anschaut und der natürlich genau das sagt, was die Geschichte weiterbringt. Bekloppt. Sprachausgabe wäre auch schön gewesen. Möchte gerne mal hören, wie so ein Gorone klingt.

Schließlich müssen wir noch über die Grafik und die Wii - Steuerung reden. Man sieht dem Spiel seinen GameCube Ursprung deutlich an. Ist aber nicht weiter schlimm, denn das Gesamtbild zählt. Es gibt viele Orte, mit einer Menge an Details und einige coole Effekte, aber leider auch viele kahle Stellen, die sowas von Eckig sind, dass man kaum hinschauen möchte. Da brauch man sich nur den Vorspann ansehen. Dort gibt es schön ausgestanzte Abhänge zu bestaunen.
Tag/Nachtwechsel gibt es auch, wobei ich das Gefühl hatte, es wäre irgendwie deutlich mehr Nacht als Tag.

Die Steuerung per Wiimote und Nunchuk funktioniert größtenteils super, bringt einen aber bis auf das Zielen mit Pfeil und Bogen auch kein wirklich neuartiges Spielgefühl. Bei den Kämpfen zuckt man irgendwann auch nur noch wild mit der Hand, anstatt wirklich den Arm zu schwingen, denn man brauch ja auf keinerlei Schlagbewegung achten.
Reiten und gleichzeitig einem Ork auf fünfzig Meter einen Pfeil zwischen die Augen zu schießen ist aber eine coole Sache. Leider wird aber auch auf dem Pferd zu wenig gekämpft. Überhaupt wird das Pferd nahezu unwichtig, sobald man sich über die gesamte Karte warpen kann. Schade eigentlich.

So bleibt am Ende ein wirklich klasse Spiel übrig, dass mir persönlich eine zu enge Welt bietet, in der ich mich nicht richtig verlieren kann. Die Minispiele sind zwar eine ganz nette Abwechslung, aber ein paar mehr echte Sidequests wären schön gewesen und hoffentlich gibt es im nächsten Zelda ein ausgereifteres Schwertkampfsystem.

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Wii Ersteindrücke



Dann will ich doch auch mal die ersten Eindrücke zur neuen Nintendo Konsole mit dem lustigen Namen „Wii“ schildern.

Der kleine weiße Kasten selbst ist wirklich hübsch. So hübsch, wie ein kleiner weißer Kasten mit glänzender Plastikummantelung und einem ab und zu blau leuchtenden Schlitz eben aussehen kann. Apple lässt grüßen. Meiner Meinung nach haben sie bei den Richtigen abgeschaut.
Selbiges gilt für WiiMote und Nunchuk Controller. Klein, weiß, leicht. Überraschend klein und leicht. Ich hatte mir die Knüppel irgendwie größer vorgestellt.

Es wird ja überall geschrieben, wie toll leise die Wii ist. OK, gegen eine XBox 360 ist sie leise, aber meine Playstation 2 im Slim Design ist immer noch deutlicher ruhiger als die Wii. Am Anfang war ich noch leicht irritiert, jetzt habe ich mich aber daran gewöhnt.

Meine beiden Lieblingsfeature sind das Anschalten der Konsole per WiiMote und das coole Laufwerk ohne Ladeklappe.

Nach etwa 30 Stunden Spielzeit haben die mitgelieferten Batterien für die Controller aufgegeben. Mal schauen, wie lange meine Akkus jetzt reichen.

Wii Sports ist ein super Partyspiel und zeigt perfekt, was mit den Controllern so alles anzustellen ist. Auch Nicht-Videospieler kommen schnell mit der Steuerung zurecht und echte Erfahrungen aus dem Leben können einem beim Spiel helfen. So wurde ich von einer Tennisspielerin bei Wii Tennis deutlich besiegt.

Das Spielen ist anstrengend, wenn man sich darauf einlässt. Es ist aber auch möglich alle Befehle mit einem kurzen Zucken im Handgelenk zu erledigen.

Zelda ist sicherlich nicht das tollste Spiel aller Zeiten, aber es macht verdammt viel Spaß und punktet mit einer klasse Atmosphäre. Warum mir einige Spielelemente unangenehm aufgefallen sind, werde ich in einem gesonderten Beitrag besprechen.

WiiPlay hat doch leicht enttäuscht. Tontaubenschießen und der Pongverschnitt sind ganz lustig, ansonsten eher maue Minispiele. Ein ausgewachsenes Billardspiel mit mehr Varianten wäre aber eine coole Sache.

Miis erstellen ist lustig, aber die Möglichkeiten der Gestaltung sind mir etwas zu gering.

Ich war auch schon online. Gab aber nix tolles zu sehen. Im Shop gibt es noch kein Spiel was mir 5€ bis 15€ Wert ist. Auf den Opera Browser freue ich mich dafür umso mehr. Hoffentlich erscheint er wirklich noch dieses Jahr.
Man kann auch E-Mails verschicken, aber vorher muss man etwas umständlich Wii Nummern oder E-Mailadressen tauschen. Danach funktioniert das Senden und Schreiben aber sehr schnell. Hätte nicht gedacht, dass die Keyboardfunktionen so gut funktionieren.

Das unangenehmste Feature ist die tägliche Liste mit der Spielzeit für alle Games und Kanäle.

Ich werde mir jetzt erst mal „Killer 7“, „Eternal Darkness“, einen GC Controller und eine Memory Card besorgen. Vielleicht auch noch Raving Rabbids. Mal schauen was das Budget noch hergibt. Damit sollte ich bis zu den nächsten großen Wii Veröffentlichungen kommen.

Freitag, 8. Dezember 2006

Wii Hunting


So ein Konsolenlaunch ist schon was feines.
Als ich heute morgen aufstand, fand ich die Wohnung leer vor und vermisste auch unser Auto, welches normalerweise auf dem Hof hinter dem Haus parkt. Damit wollte ich eigentlich in die Stadt fahren, um schnellstmöglich zu meiner Wii zu kommen. Meine Mutter war jedoch der Ansicht, dass sie heute morgen mal einkaufen fahren müsste. Lebensmittel und so. An sich keine schlechte Idee. Man will ja auch etwas essen. Doof nur, dass sie mir das nicht mitgeteilt hat und irgendwie vermutete, dass ich später in die Stadt wollte.
So stopfte ich mir also schnell etwas Toastbrot in den Mund und machte mich zu Fuß auf den Weg. Um 8:45 Uhr kam ich als Dritter Nintendojünger vor dem Müller an. Sie berichteten mir vom Saturn, keine 400 Meter entfernt im angrenzenden Einkaufzentrum. 20 Leute wären da schon versammelt und der Laden würde auch erst um 9:30 aufmachen. Na, dann war ich hier ja richtig.
15 Minuten später war ich mir da schon nicht mehr so sicher, denn auf vor dem Müller waren jetzt etwa 20 Menschen versammelt. Nerds in verschiedenen Alterstufen, Mütter und Sozialhilfeempfänger.
Als die Pforten des Glastempels sich öffneten und wir mehr oder weniger gesittet durch die Drogerieabteilung nach oben stürmten, waren die Verkäufer schon leicht verdutzt. Weder Spiele noch Konsolen waren in die Regale eingeordnet. Also versammelten wir uns vor dem Lagereingang um die weißen Boxen in Empfang zu nehmen. Durch aktives Anstehen gelang ich an Platz drei der Schlange und bekam sogleich eine der begrenzten Konsolen ab. Auch die restlichen Leute wurden versorgt, jeder bekam eine Wii – zumindest habe ich keinen gesehen, der mit trauriger Miene davongelaufen wär – und wollte sich natürlich noch mit Zubehör und Spielen eindecken. Leider gab es davon jedoch extrem wenig. 2 mal Zelda und 2 mal WiiPlay, vielleicht 10 mal Red Steel und Raving Rabbids plus ein paar der Spiele, die eh keiner kauft.
Ein WiiPlay konnte ich abgreifen.
Um 9:05 war ich wieder raus aus dem Müller und war schon kurz davor, mit meinem Wii zur Warteschlange vor dem Saturn zu gehen und den Trotteln zu winken, entschied mich dann aber doch dagegen. Vielleicht gab es ja im Wollworth auch was zu holen. Gab es. Im Regal lagen noch 2 WiiPlay und 2 Nunchuk. Damit war mein Controllervorrat aufgefüllt. Jetzt brauchte ich nur noch Zelda.
Im Kaufhof angekommen wunderte ich mich über die wenigen Menschen in den Videospielabteilung. Der Verkäufer und ich.
Von ihm erfuhr ich, dass Ware von Nintendo nur in der Spielwarenabteilung verkauft wird. Öhm ... okay.
Also ein Stockwerk tiefer und dort gab es das gewohnte Bild. Verkäufer warfen Zubehör und Spiele direkt aus den Lieferungskartons in die Menge. Mittendrin ein Kamerateam des HR.
Mit ein wenig Ellenbogeneinsatz kämpfte ich mich zum Karton mit den Zelda Spielen durch und bekam auch noch eins ab.
Der HR schnappte sich jetzt die ersten verwirrten Leute für Interviews. „Warum stehen sie so früh auf um sich diese Konsole zu kaufen? Was ist das besondere daran?“ Ein ältere Herr antwortete wahrheitsgemäß: „Ich habe keine Ahnung! Ich habe das nur für meinen Enkel gekauft.“ Zwei Frauen antworteten: „Ich weiß es nicht. Das sind Geschenke für die Söhne.“
Im Kaufhof strebte der Nerdanteil der Käufer gegen Null. OK, ich war da, aber sonst ...
Solltet ihr also im Hessischen Rundfunk in der nächsten Zeit einen Beitrag über den Verkaufstaat der Wii sehen und dort läuft ein breit grinsender junger Mann mit wuscheligen Haaren, Brille und Kinnbart rum, dann bin ich das. Oder mein böser Zwilling.
Soviel zu meiner Wii Hunting Tour. Mehr zu den Spielen gibt es in den nächsten Tagen.

Well, you know...

Guns don't kill people. Kids who play videogames kill people.

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Zuletzt aktualisiert: 11. Feb, 19:05

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