Zwischen den Zeilen

Sonntag, 30. Juli 2006

Die Kunst des Verschwindens



Beginnen wir die heutige Besprechung des Romans „Die Kunst des Verschwindens“ von Jim Dodge mit einem kleinen Zitat aus eben diesem Büchlein.

Longshot sagte: „Das Beste am Verrücktsein ist doch, dass man verrückte Sachen machen darf.“

Und in dieser wunderbaren Geschichte passieren eine Menge verrückte Sachen. Alles beginnt mit Annalee, die schon mit sechzehn ihren Sohn Daniel in einer Jugendstrafanstalt gebärt. Nachdem sie einer der Wärterinnen den Kiefer gebrochen und ihre Strafe abgesessen hat wandert sie ohne einen Penny Geld raus in die weite Welt.
Der reisende Sänger Smiling Jack nimmt sich ihr an und hilft ihr die ersten Wochen zu überstehen. Smiling Jack ist aber nicht nur Sänger, sondern auch Mitglied bei der AMO, der Allianz für Magier und Outlaws. Er bietet Annalee eine feste Bleibe an, wenn sie die Hütten mitten in der Wildnis in Stand halten und ab und zu einen Flüchtigen, der in Konflikt mit dem Gesetz gekommen ist, dort aufnehmen würde. Sie sagt zu und die ersten Jahre vergehen wie im Flug.

Kurz nach Daniels fünftem Geburtstag setzte sich Annalee mit Daniel zusammen und erklärte ihm ganz behutsam, was es für Vor- und Nachteile mit sich brachte, eine Schule zu besuchen. Die Entscheidung überließ sie Daniel. Er brauchte nur einen Moment.
„Nö“, sagte er, „Schule klingt irgendwie Scheiße.“


So begann Annalee also ihren Sohn selbst zu unterrichten. Jede Woche ein anderes Thema, unterstützt mit Büchern aus der Bibliothek und der Natur rund um die Hütten. Daniels Neugier ist schier grenzenlos und er ist ein guter Schüler.
Die immer wieder auftauchenden Gäste bleiben meist nicht lange, doch bald erscheint Shamus, ein mysteriöser Outlaw. Annalee und er verlieben sich. Zuerst scheint alles super zu laufen, doch dann findet die Polizei das Versteck und die drei müssen flüchten. Jetzt erst wird Mutter und Kind bewusst mit was für einer Organisation sie es zu tun haben. Die Mitglieder sind keine wirklichen Verbrecher, aber sie kommen schon immer mal wieder mit dem Gesetz in Konflikt (offizieller und immer wieder auftauchender Wortlaut aus dem Buch), helfen sich aber mit ihrem weltweiten Netzwerk gegenseitig aus der Patsche. So gelangen die drei Flüchtenden schnell mit Auto und Flugzeug aus der Gefahrenzone. Shamus taucht daraufhin erstmal unter.
Nach ein paar Monaten auf einem Raddampfer, der von der AMO zu einem Nachrichtenzentrum umfunktioniert wird treten Annalee und Daniel der AMO offiziell bei und arbeiten in einem Druckerei, die auch die ein oder andere Fälschung herstellt.
Es bleibt für einige Zeit ruhig, doch dann Überschlagen sich die Ereignisse und eine große Reise für Daniel beginnt.
Shamus taucht wieder auf und will zusammen mit Annalee und anderen AMO Mitglieder Plutonium von der Regierung stehlen. Die Sache geht schief, Annalee stirbt und Daniel wird schwer verletzt. Er fällt ins Koma.
Die AMO übernimmt die Mutterrolle für Daniel, nach seinem erwachen. Jetzt beginnt der Hauptteil des Romans und damit eine wahnwitzige Odyssee.
Daniel wandert von einem Lehrer zum nächsten. Doch was er lernt, ist kein normaler Schulstoff. Schlösser knacken, Meditation, Drogenherstellung, Glücksspiel, Selbstverteidigung, Verkleidung und schließlich die Kunst des Verschwindens.

„... lehrt die Kunst des Verschwindens. Hier gibt es keine profanen Tricks [...], keinen Brechungsindex und keine Blutpigmentierung, sondern vielmehr die altehrwürdige Kunst, wie man aufhört, Materie zu sein.“

Neben dieser Lehrreise wird der zweite Handlungsstrang um den Tod seiner Mutter erzählt, die, so glaubt Daniel, ermordet wurde.
All das wird von Jim Dodge mit einer Leichtigkeit und einem Wortwitz erzählt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. „Die Kunst des Verschwindens“ ist einer der wenigen Romane, die ich fast am Stück gelesen habe. Und das bei knapp 600 Seiten.
Das Geschehen ist voller skurriler Figuren und von einer altmodischen Stimmung geprägt, die einen in der Erzählung wunderbar versinken lässt. Bezahlt wird nur mit Bargeld, die großflächige digitale Überwachung ist noch nicht vorhanden und alles ist irgendwie relaxter als heute.

„Genau, Kumpel! Wenn du glaubst, irgendwas wär wichtig genug, um es aufzuschreiben, damit andere es erfahren, dann schreib es auf irgendeine Wand! Stell dir mal vor, Mann, die Wände von Motelzimmern wären dann wie Lyrikzeitschriften.“

Die Aktion des Verschwindens ist das einzige unwirkliche in der ganzen Geschichte und passt doch genau in diese Welt. Das Verschwinden wird nicht als Zaubertrick dargestellt, sondern als Übergang in den nächsten Aggregatzustand. Flüssig, fest, gasförmig, das nicht Vorhandensein von Materie.

„Bestimmt hast du gehört, was der Volksmund über das Fallen in Träumen sagt, dass man immer aufwacht bevor man am Boden aufschlägt, denn wenn man dies täte, würde man sterben. Wie immer hat der Volksmund Recht.“

Das Konzept der Untergrundorganisation, die im Verborgenen operiert und immer ein wenig gegen die Regierung arbeitet hat einen rebellischen Charme, dem ich mir nicht entziehen konnte. Dabei sind die Mitglieder aber eben keine richtigen Gangster. Oder sie wirken zumindest nicht so.

Ihm fiel wieder ein, dass Mott immer sagte, wenn man etwas fahren wollte, das er „blinde Leihgabe“ nannte – Autos, deren Eigentümer nicht wussten, dass sie gerade etwas verliehen -, sollte man zusehen, dass man sich alle zwölf Stunden ein neues borgte.

Wer mal wieder für ein paar Stunden in einer entspannten Welt, voller Humor und dem altmodischen Freiheitsgedanken verschwinden will, der sollte unbedingt zugreifen. Ihr werdet lachen, vielleicht weinen und am Ende ein wenig grübeln. Genau so sollte es doch immer sein.

Ich kapier überhaupt nichts mehr. Das bedeutet wahrscheinlich, dass ich gesund bin. Und das ist eine verdammt gute Ausgangsposition, um wieder verrückt zu werden.

Samstag, 29. Juli 2006

Oryx und Crake und Tod und Teufel

Wenn ich nicht gerade gewalttätige Videospiele zocke, lese ich Bücher.

Die letzte Woche hatte ich, wie gesagt, viel Zeit dazu. Hier nun meine bescheidene Meinung zu dem gelesenen.

Margaret Atwood – Oryx und Crake

Endzeitromane sind das Beste, was es gibt. Gleich nach Mafiafilmen und Tiefkühlpizza. Dieser hier ist ein ganz besonderer. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Auf der einen Seite haben wir Schneemensch, der in einer kaputten Welt herumläuft, welche von merkwürdigen Mischtieren und den so genannten Crakern bewohnt ist. Beide sind Auswüchse früherer Klonexperimente. Zum Beispiel die lustigen Hunölfe, eine Mischung aus Hund und Wolf, oder aber die Organschweine, welche zur Produktion von menschlichen Organen benutzt wurden. Schneemensch heißt in Wirklichkeit aber nicht Schneemensch, sondern Jimmy. Die Craker, eine neue Rasse von Mensch, geboren in Reagenzgläsern, haben ihm den lustigen Namen gegeben. Ich will nicht zu viel verraten, aber die Craker sind schon ein lustiges Völkchen, mit ein paar interessanten neuen Eigenschaften, die die normale menschliche Rasse nicht zu bieten hatte.
Jimmy ist einer der wenigen Überlebenden einer weltweiten Katastrophe und erzählt dem Leser auf Zeitebenen Nummer Zwei, wie es dazu überhaupt kommen konnte. Dabei wird ein krankes Bild der Zukunft erschaffen, welches bei näherer Betrachtung nicht so abwegig erscheint, wie man glauben möchte.
Große Konzerne errichten eigene kleine Städte mit dicken Mauern, in denen die Oberschicht wohnt, während der Pöbel in den Außengebieten haust. Per Kreditkarte kann man sich Internetshows mit Hinrichtungen und Pornographie ohne Ende besorgen.
Das Klonen geht gerade in die heiße Phase und so arbeitet Jimmys Vater an der Forschung rund um die Organschweine, auf deren Rücken immer neue menschliche Organe wachsen, die man nur noch abschneiden und beim Patienten einpflanzen muss.
Man verfolgt Jimmys Werdegang und seine Freundschaft mit Crake, einem hyperintelligenten Freak, der sich mit seinen Forschungen ganz nach oben in der Konzernhierarchie arbeitet. Eben jener Crake gabelt die junge Oryx aus dem Sündenpfuhl außerhalb der Konzerne auf und so kommt, was kommen muss, Jimmy und Crake, die besten Kumpels, verlieben sich in die gleiche Frau. Was daraufhin folgt ist krass und sollte von Freunden der Dystopie lieber selbst gelesen werden.

Der Roman ist locker geschrieben, nimmt kein Blatt vor den Mund und bietet einiges an unschönen Szenen. Gut zu lesen, gut zum nachdenken und auch sonst gut.

Frank Schätzing – Tod und Teufel

Der Frank, der Schätzing. Sein hoch gelobtes „Der Schwarm“ war ja schon nicht so super, aber dieser „Historienroman“ ist noch ne Nummer schlechter.
Der Baumeister des Kölner Doms wird vom Gerüst geschubst, Jacob – Der Fuchs, Dieb von Beruf beobachtet den Mord und wird daraufhin vom Mörder verfolgt. Nach viel ödem hin und her und ein paar mehr Toten schubst Jacob den Mörder ebenfalls vom Dombaugerüst und alle sind glücklich. Jacob ist glücklich, weil er noch lebt, sein Kumpel Jaspar ist glücklich, weil der Geheimbund der Patrizier aufgedeckt wurde, der Erzbischof ist glücklich, weil er nicht auch noch ermordet wurde (denn das war der total super Plan der Patrizier, um an ihre alte Macht zu kommen (ups ...jetzt habe ich ja alles verraten ... mist)), und ich bin glücklich, weil der Roman endlich ein Ende hat.

Für Jim Doges „Die Kunst des Verschwindens“ gibt es nachher (morgen ... irgendwann) einen extra Beitrag.

Samstag, 27. Mai 2006

same shit, different book



Buchläden sind super.
Erstens, weil es dort viele Bücher gibt und zweitens, weil es dort lustige Menschen gibt, die gerne Bücher kaufen. Meine Lieblingsspezies unter den Buchladenbesuchern ist die mit dem schlechten Gedächtnis und dem Hang zum viel lesen. Am besten auch noch von immer den gleichen Romanen. Krimis und Thriller zum Beispiel. Jeder Roman ist gleich aufgebaut, hat die selben Handlungsabläufe und die immer wiederkehrenden Charaktere. Das stört den Krimileser aber nicht im geringsten, solange es total spannend ist und dramatisch und viel Mord und Totschlag darin vorkommt. Problematisch wird es erst dann, wenn man mehrere solcher Bücher in der Woche und das schon seit vielen Jahren liest. Dies führt nämlich zu spontaner Verwirrung wenn man im Laden vor dem Bücherregal mit den Krimis steht. Solche Bücherregale sind leicht zu erkennen. Sie sind immer die größten im Laden und auf den Buchcovern findet man häufig die Wörter Tod, Nacht und Blut sowie alle möglichen Synonyme und thematisch verwandte Begriffe wie Schatten, Lautlos oder Schrei. Genau dort stehen dann die Frauen zwischen 35 und 99, die Hauptzielgruppe für Krimis und Bücher überhaupt, welche laut darüber fachsimpeln ob sie denn diesen oder jenen Roman schon gelesen haben. Leider sind diese Damen nicht mehr dazu im Stande sich an einen Roman den sie vor zwei Wochen gelesen haben zu erinnern, da dieser ja genauso zu lesen war, wie die drei Krimis eine Woche zuvor. Totales Krimichaos im Kopf also. Ich vermute ja schon lange, dass diese ganzen Krimiautoren in ein und der selben Fabrik arbeiten und dazu gezwungen werden voneinander abzuschreiben. Wichtig ist dabei auch, dass die Geschichten leicht zu lesen sind, denn ansonsten kriegt man diese 300 Seiten in zwei Tagen ja nicht zu ende.
Selbiges gilt natürlich auch für Fantasy und Science Fiction Romane, die vom Cover und Klappentext nicht mehr zu unterscheiden sind. Und dann diese Zitate aus irgendwelchen Rezensionen, die sich immer so lesen, als ob man gerade das größte Meisterwerk alles Zeiten in den Händen halte würde. Zum heulen. Ich werde auch immer stutzig, wenn auf den Klappentexten vom Nachfolger irgendeines berühmten Autors gesprochen wird. Tolkien oder King zum Beispiel. Da läuten bei mir immer die Alarmglocken.
Natürlich ist es schwierig sich immer was Neues auszudenken, aber kann man dann nicht einfach solange nichts schreiben bis einem was Tolles einfällt? Genauso könnten die Käufer auch mal ein wenig die Augen aufmachen und nicht ständig die selbe Schei*e lesen?
Das fände ich super.

Montag, 1. Mai 2006

100 Frage an ...

Gerade eben Moritz von Uslar’s „100 Fragen an...“ beendet. Schönes Buch, wobei ich keine 13€ dafür ausgegeben hätte. Tauschtickte.de sei Dank, gab es die Interviewsammlung fast umsonst und in den nächsten Tagen geht sie auch wieder zurück in mein Tauschsortiment. Wer interessiert ist kann dann ja mal danach suchen.
Ob nun wirklich andere Antworten gegeben wurden, nur weil innerhalb kürzester Zeit 100 Fragen beantwortet werden mussten, glaube ich irgendwie nicht. Ich hätte mir auch noch ein paar mehr Nonsensfragen gewünscht. Davon gab es eindeutig zu wenig, um den Befragten zu verwirren.
Meine Empfehlungen sind die Interviews mit Harald Schmidt, Angela Merkel, Hans Eichel und Lemmy Kilmister (gibt sogar noch online zu lesen). Lustige Antworten und die ein oder andere Info die man über die Personen noch nicht wusste.
Lieblingszitat von Harald Schmidt:
Was sollten zwei Menschen idealerweise miteinander tun?
Ohne zu reden, miteinander spazieren gehen.
Es wird zu viel gesprochen. Man sitzt im Café und sagt: „Guck mal, die Stühle! Haben wir auch, diese Stühle! Ähh ...“.
Das muss nicht gesagt werden. Verbales Arsch-ins-Gesicht-Halten ist das für mich. Störende Geräusche.

Donnerstag, 5. Januar 2006

Der Dunkle Turm


Zuerst mal ein paar Zahlen.
7 Bücher mit 4861 Seiten in 194 Tagen. Das macht 25,06 Seiten pro Tag. Nicht gerade viel, aber kann gut hinkommen. Wobei es eher 6 Tage lang 0 Seiten und dann an einem Tag 175,42 Seiten waren. Ist aber auch unwichtig. Genug mit den Zahlenspielen. Worum geht es eigentlich?
Stephen King hat die für mich bisher beste Romanreihe, Saga, Welt ... riesiges Ding voll mit unglaublichen Geschichten geschrieben, die ich in meinem jungen Leben gelesen habe. Sche*ß auf Mittelerde und Hogwarts und Narnia. Der Dunkle Turm gehört verfilmt. Mit sieben Filmen a 3 Stunden. Jedes Jahr einer. Warum hat sich dafür noch kein verrückter Filmmacher gefunden? Peter Jackson könnte so einen Wahnsinn realisieren. Ihm stehen ja alle Türen offen, aber ich denke nicht, dass er der richtige dafür ist. Früher haben ja alle gesagt der Herr der Ringe wäre nicht verfilmbar und genauso denke ich heute beim Dunklen Turm. Eine Zeichentrick- oder Animationsserie könnte ich mir gut vorstellen. Vielleicht ja in ein paar Jahren.

Doch nun zu der eigentlichen Geschichte.
Die Story in wenigen Worten zu beschreiben ist nahezu unmöglich, deswegen versuche ich es erst gar nicht. Na gut ... ich probiere es doch. Vorweg erst mal das Folgende: King hat bei allen Größen der Fantasy/Sciencefiction/Horrorliteratur geklaut und eine Menge eigene abgedrehte Ideen zusätzlich eingebaut. In allen Fällen sehe ich es aber als Hommage an die Originale, denn King hat Ideenklau nicht nötig.
Roland, der letzte Revolvermann in Mittwelt, ist eine Art Jedi-Ritter in Cowboygestalt. Mit seinen beiden dicken Revolvern kann er bestens Umgehen und auch sonst ist er ein Überlebenskünstler sondergleichen. Mittwelt jedoch geht langsam den Bach runter. Die Welt hat sich weitergedreht. Was das bedeutet erfährt der Leser erst viel später, aber das ganze Universum droht zu kollabieren, soviel kann ich schon mal verraten. Der Dunkle Turm, Zentrum der gesamten Welt, hat damit irgendwas zu tun und Roland will ihn finden. In den ersten drei Bänden weiß man weder, was der Dunkle Turm eigentlich ist und bis zu letzten Seite hat der Leser und auch der Held keinen Schimmer, was in ihm zu finden ist. Aber es muss wichtig sein, denn Roland geht über Leichen. Nicht nur seine Feinde, sondern auch viele seiner Freunde lässt er auf seiner Reise zum Dunklen Turm Tod zurück. Roland Deschain ist ein Anti-Held, wie man ihn selten gesehen hat.
Ich will nicht zuviel verraten, denn der Dunkle Turm lebt von seiner verwobenen Geschichte. Wenn euch der erste Band nicht so richtig gefiel, dann lest mindestens noch den zweiten, am besten auch noch den dritten, spätestens dann sind euch alle Charaktere derart ans Herz gewachsen und eure Neugierde auf den Dunklen Turm ist so groß, dass ihr die anderen Bücher auch noch lesen müsst.
Roland und seine anwachsende und absterbende Gemeinschaft auf ihrer Reise haben mich beschäftigt wie noch keine Geschichte zuvor. Es ist verrückt, aber ich habe mir einige Male, in der Schule oder auch einfach so auf der Straße, Gedanken über Roland und seine Wanderung gemacht. Ob er schon weitergekommen ist und was er erlebt hat.
Die ganze Welt mit ihren herrlichen Redewendungen übt einen unglaublichen Sog auf den Leser aus. Wenn ich die Romane aufgeschlagen habe und lass zum ersten mal wieder die Begrüßung „Lange Tage und angenehme Nächte“, dann wusste ich, jetzt bin ich wieder in Mittwelt. Zurück auf dem Pfad der Balken, die einen direkt zum Dunklen Turm führen.

Lange Tage und angenehme Nächte. Mögen wir uns auf der Lichtung am Ende des Pfades wiedersehen, wenn alle Welten enden.

Sonntag, 7. August 2005

Der Dunkle Turm Marathon

Noch 100 Seiten trennen mich vom Ende. Dann liegt auch der dritte Band "tot" hinter mir. Nur noch vier Bände, dann habe ich Stephen Kings "Der Dunkle Turm"-Saga beendet.
Noch vier Wochen Sommerferien. Ich sehe Zusammenhänge.
4 Bücher in 4 Wochen. Sollte eigentlich locker zu erledigen sein.
Ich muss weg ... lesen.

Donnerstag, 14. Juli 2005

Stephen King The/Der Dark/Dunkle Tower/Turm

Mit dieser verwirrenden Überschrift eröffne ich die Bücher Sektion in diesem Blog.

Gleich zu Anfang mal einen ganz harten Brocken. Stephen Kings "Lebenswerk". Die "The Dark Tower" Reihe.
Schon vor ein paar Jahren hatte ich den ersten Band "Schwarz" gelesen, war aber damals nicht so richtig begeistert, oder aber geistig nicht bei der Sache und las keinen weiteren der 7 Bände.
Letztes Wochenende habe ich den ersten Teil noch einmal gelesen. Mit mehr Interesse und Aufmerksamkeit. Prompt war ich von der Geschichte gefesselt und bis heute habe ich auch den zweiten Band "Drei" schon fast durch. Der dritte Band liegt schon im Regal bereit und der Rest wird Stück für Stück bei Ebay zusammengekauft.
Woher diese plötzliche Begeisterung kommt, kann ich auch noch nicht ganz nachvollziehen, denn die Geschichte wirft mir noch eine Menge Rätsel auf. Extrem konfuse Story und extrem merkwürdige Charaktere und Geschöpfe in einer extrem komischen Welt/Parallelwelten/zwei Welten ... Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ... was auch immer.
Zu erst erinnert alles an eine apokalyptische Endzeitwelt, welche aber auch irgendwie an den Wilden Westen erinnert. Hier und da ein wenig Horror, dann wieder Action und plötzlich so was ähnliches wie "Being John Malkovich". Nur mit mehr Blut und Gedärmen und Drogen und so. Achja und sehr schöner Schwarzer Humor ist auch recht häufig zu finden.
Ihr seht, alles sehr verwirrend. Wer sich trotzdem, oder gerade deswegen, für die Bücher interessiert, der schaut mal HIER oder HIER vorbei.

Well, you know...

Guns don't kill people. Kids who play videogames kill people.

Archiv

November 2009
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Suche

 

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Status

Online seit 1644 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 11. Feb, 19:05

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this topic

twoday.net AGB


kostenloser Counter